Das Leben in den Industriestaaten wird immer schneller, hektischer und damit auch stressiger. Durch Zähneknirschen kann dieser Stress abgebaut werden. Es verwundert daher nicht, dass bereits jeder zweite bis jeder dritte Patient knirscht. Allerdings ist sich laut einer jüngst veröffentlichten Studie (Special Eurobarometer 330) nur jeder 11te bewusst, dass er das tut. Einige wachen durch ihre eigenen Knirschgeräusche in der Nacht auf, manche merken das an Muskelverspannung im Mundbereich die hie und da auftreten, bei anderen führt es bis zu heftigen Kopfschmerzen.
Zähneknirschen ist an und für sich nichts Schlechtes, da auf diese Weise Stresshormone abgebaut werden, die sonst das Herz- Kreislaufsystem schädigen würden. Allerdings werden die eigenen Zähne im Laufe der Zeit teilweise massiv abgeschliffen was zu Kiefergelenksproblemen führen kann, bei keramikverblendeten Versorgungen kommt es durch Überbelastung zu Sprüngen und Brüchen.
Mit dem abgebildeten "Bruxchecker" kann überprüft werden, ob und mit welchen Zähnen Patienten in der Nacht knirschen um auf Basis dieser Untersuchung entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wer allerdings schon lange knirscht muss sich darauf einstellen, dass meist umfangreiche zahntechnische Versorgungen notwendig werden. Nach Abschluss der Behandlung wird oft eine Knirscherschiene angefertigt, um die Zähne, die Zahnversorgung und das Kiefergelenk zumindest in der Nacht vor weiterem Schaden zu bewahren.

